Autor Thema: Besondere Vorsicht beim Gebrauch des TSRE5  (Gelesen 257 mal)

Offline Richie57

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Besondere Vorsicht beim Gebrauch des TSRE5
« am: 10.08.2017, 14:29:37 »
Hallo Freunde,

der TSRE5 (Streckeneditor für MSTS und OR) ist zwar eine erfreuliche Entwicklung, die das Arbeiten an Strecken gegenüber dem alten MSTS-Streckeneditor wesentlich erleichtern soll, aber das Programm hat so seine fiesen Macken!

Ich hatte in einem früheren Thread einmal geschrieben, "Solange man sich aber mit Verschönerungsmaßna hmen an vorhandenen Strecken begnügt, kann eigentlich nichts passieren."; eine Aussage, die ich heute -gelinde gesagt- etwas revidieren muss.
http://www.tssf.eu/forum/index.php?action=profile;u=1571;area=showposts;start=90 (dort Beitrag 98)

Der TSRE5 greift sehr wohl Dateien an, die ihn eigentlich nicht interessieren sollten, da keine Veränderungen an Schienen- und Straßenstücken vorgenommen wurden.
Es sind dies im Einzelnen folgende referenzierten Datenbankdateien, also *.rdb, *tit, *tdb sowie *.tit.
So weit, so gut/schlecht: Dafür existieren ja meistens Backups in der Ordnerstruktur ... 8)
Was aber weitaus bedenklicher ist, ist die Tatsache, dass die lokale tsection.dat komplett zerschossen wird und nur ein fragmentarischer Header im Ordner übrigbleibt ... natürlich ohne systemimmanente Sicherungsdatei. >:(
Durch diesen elementaren Bug kann die Strecke nun nicht mehr geladen werden ... wer hätte das gedacht? :crazy

Wohlgemerkt:
Ich habe keine Schienen oder Straßen angefasst, sondern nur etwas die Botanik aufgehübscht!!

Wie kann dem also abgeholfen werden?
Solange ich keine Schienen oder Straßen verlege oder entferne, genügt eine Sicherung der oben genannten Dateien z.B. in einem Ordner "Route_old", aus dem heraus ich die evtl. korrupt gewordenen Dateien problemlos wiederherstellen kann.
Eventuell hilft auch eine Veränderung im settings.txt, indem ich den Eintrag "writeTDB = true" auf "writeTDB = false" setze, so wird zumindest die Schienendatenbank nicht überschrieben.

Ich tendiere persönlich zur Sicherung wie oben beschrieben, wobei die Sicherung der lokalen tsection.dat wohl am wichtigsten ist!
Da man bekanntlich aus Erfahrung klug werden soll, lege ich mir bei jeder Strecke, die ich mit dem TSRE5 anfasse, einen Sicherungsordner an ... nach drei zerschossenen Strecken hört der Spaß bekanntlich auf. :pardon

Ach ja, bevor ich es vergesse zu erwähnen: Ich arbeite mit der Version v0.6919 des TSRE5.

Viel Spaß weiterhin und aufpassen ... ;)
Richie
Saufen gegen Trump!
Leider kann ich gar nicht so viel kotzen wie ich saufen müsste. ...

Offline Kapitaen13

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Re: Besondere Vorsicht beim Gebrauch des TSRE5
« Antwort #1 am: 10.08.2017, 17:16:58 »
Hihi, willkommen Leidensgenosse.
Das hatte ich doch direkt in meinem Vortrag vergessen zu erwähnen, hihi.   :lol
https://www.trainsim.com/vbts/showthread.php?323507-New-Route-Editor&p=1916827#post1916827

Zum Wohl



Gruß Jan




Offline mhvg220

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Re: Besondere Vorsicht beim Gebrauch des TSRE5
« Antwort #2 am: 10.08.2017, 17:55:43 »
Der TSRE5 greift sehr wohl Dateien an, die ihn eigentlich nicht interessieren sollten, da keine Veränderungen an Schienen- und Straßenstücken vorgenommen wurden.
Es sind dies im Einzelnen folgende referenzierten Datenbankdateien, also *.rdb, *tit, *tdb sowie *.tit.
Dann ist der Editor momentan offenbar noch so eingestellt, dass die Datenbankdateien bei jedem Speichervorgang grundsätzlich neu geschrieben werden. Ein Rätsel ist mir weiterhin, warum die Dateien danach etwas größer sind als im MSTS. Aber danke für den Tipp, in den Einstellungen die Option auf FALSE zu setzen, dann muss nicht jedes Mal das Backup aufgespielt werden.

Was aber weitaus bedenklicher ist, ist die Tatsache, dass die lokale tsection.dat komplett zerschossen wird und nur ein fragmentarischer Header im Ordner übrigbleibt ... natürlich ohne systemimmanente Sicherungsdatei. >:(
Durch diesen elementaren Bug kann die Strecke nun nicht mehr geladen werden ... wer hätte das gedacht? :crazy
Im MSTS kommt dieses "Schadensbild" immer so zu Stande: vorhandene Strecke ist ausschließlich mit den Standardgleisen und der globalen Ursprungs-tsection.dat gebaut -> auf dem System ist XTracks installiert -> keine vorherige Anpassung mit dem Programm Horace -> Veränderung mindestens einer dynamischen Schiene -> zerschossene lokale tsection.dat beim nächsten Speichervorgang
Um welche Strecke geht es denn? Wenn es eine ist, die von Anfang an auf einem "XTracks-MSTS" gebaut wurde, sollte das auf jeden Fall ein wichtiger Punkt auf der To-Do-Liste des Autors sein.
Mir ist das nie aufgefallen, da ich in meiner Strecke auf dynamische Schiene komplett verzichte und dadurch keine lokale tsection.dat habe.

Offline Thomas1

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Re: Besondere Vorsicht beim Gebrauch des TSRE5
« Antwort #3 am: 10.08.2017, 19:22:03 »
Es gibt ein paar Dinge die mit dem TSRE5 einfach schöner gehen als im alten MSTS-Editor.

Mein Vorgehen ist da:
Strecke in einen separaten Ordner kopieren und mit dieser Kopie mit dem TSRE5 bearbeiten. Ich kopiere anschließend nur die Ordner Terrtex, Tiles und World wieder zurück.

Die erste Strecke bearbeite ich mit dieser Methode.

Grundsätzlich sollten man aber schon wissen was man tut.

Gruß,
Thomas

Offline Richie57

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Re: Besondere Vorsicht beim Gebrauch des TSRE5
« Antwort #4 am: 10.08.2017, 21:27:47 »
Hallo,

im konkreten letzten Fall einer zerschossenen Strecke handelt es sich GR10-Werratal 2009. Die Strecke ist nicht mit XTracks gebaut.
Solange ich keine Schienen neu setze bzw. eine dynamische Schiene einbaue, sollte/dürfte sich aber nichts an der lokalen tsection.dat ändern. Das tut es ja im alten MSTS-RE ja auch nicht, eben nur im TSRE5! :-\
Und im Übrigen ist es auch völlig wurscht, ob ich eine Xtracks- oder Standardstrecke bearbeite, der TSRE5 pulverisiert sie alle. Das ist wirklich ausgesprochen Sch....! :shout :crazy

An dieser Tatsache ändert sich auch nichts, wenn ich vorher Horace drübergejagt habe ... die Gier nach der Zerstörung der tsection.dat bleibt ... :-\
Dass die neu geschriebenen Datenbanken größer sind als vorher, obwohl nichts herumgefrickelt wurde, ist mir auch aufgefallen und wurde auch schon im ET-Forum bemängelt. Fundstelle habe ich gerade nicht parat.

Um mich jetzt bitte nicht falsch zu verstehen: Der TSRE5 an sich ist eine feine Sache und es macht auch richtig Spaß damit zu arbeiten, aber er hat halt seine Macken! :pardon
 O.K.: Work in progress ....
Wenn ich das weiß, dann kann ich mich auch darauf einstellen und -man wird unwillkürlich an die Ursuppe des MSTS erinnert- muss halt Backups machen.
Da sind wir irgendwie noch keinen Schritt weiter!

Gut, lassen wir unserem Freund Goku noch ein wenig Zeit und vielleicht werden die "Käfer" dann auch irgendwann von der Windschutzscheibe gekratzt ( bugs on the windshield ... ;D).

Einen schönen Abend noch
Richie
Saufen gegen Trump!
Leider kann ich gar nicht so viel kotzen wie ich saufen müsste. ...

Offline mhvg220

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Re: Besondere Vorsicht beim Gebrauch des TSRE5
« Antwort #5 am: Heute um 01:30:32 »
Das Problem scheint nicht bei jeder Strecke, die nur mit Gleisen aus dem Ur-MSTS gebaut wurde, aufzutreten. Bei Halle-Berlin 2013 habe ich die Signale getauscht und an den entsprechenden Stellen die Newroads V4-Autobahnen eingesetzt (neu gesetzt, nicht nur Namensänderung in der World-Datei), alles ausschließlich in Gokus Editor. Die lokale tsection.dat blieb unversehrt, sogar die Aufgabe von Hallorenkugel ist in OR fahrbar.
Aufgetreten ist das Problem bei mir aber in PT 26. Im MSTS-Editor war das Setzen von Signalen unbedenklich, hier jedoch wurde beim Speichervorgang direkt die lokale tsection.dat zerschossen. Ich vermute, dass die Methode der "Entdrahtung" (alle Gleisstücke mit Section-Index 150, eigentlich ein Straßenstück) daran schuld ist. Halle-Berlin hat ja von Anfang an die DB-Tracks, braucht das also nicht. Für GR Werratal wird das wahrscheinlich nicht helfen, da hier, falls es dort überhaupt elektrifizierte Abschnitte gibt (habe die Strecke nicht installiert), wahrscheinlich eine statische Oberleitung vorhanden ist. Zumindest eine Gefahrenquelle wäre damit ausgemacht.

Gokus Editor sollte zukünftig auf jeden Fall wie im MSTS Backup-Dateien vom letzten Arbeitsschritt, am besten noch zusätzlich die lokale tsection.dat, erstellen können. Schließlich kann es beim Speichervorgang auch zu Hardwareversagen kommen, selbst schon erlebt und Datenbankdateien in halber Größe gehabt.